[2018-06-05] SM Bericht von FAB Men

Als amtierender Schweizermeister war das Ziel für die diesjährige Meisterschaft gesetzt: den Titel verteidigen. In der ersten Runde hatten wir mit drei Siegen souverän die bestmögliche Ausgangslage für die zweite Runde geschaffen.

Im Viertelfinal erwarteten uns Free2speed. Die Temperatur überstieg die dreissig Grad Marke - der Rasen sehr hart. Trotz diesen Bedingungen setzten wir für dieses Spiel das Ziel, dass wir bis zum Ende nicht an Intensität nachlassen. Und dies erreichten wir und wurden unserer Favoritenrolle gerecht. Ihre Offense kam mit der Intensität unserer Defense gar nicht klar. Nach einem klaren 15-1 Sieg konnten wir unsere Beine für unsere weiteren Spiele sparen.

Das Halbfinale gegen die Panthers war unser Samstagabendspiel. Auch hier war wieder der volle Einsatz zu Beginn von grosser Wichtigkeit, damit wir nicht wie in der ersten Runde mehr als eine Halbzeit zurückliegen. Wir erwarteten die Panthers als Team, das auf dieser starken Leistung aufbauen wollte. Der Start ins Spiel glückte uns sehr wohl – wir konnten aus der Defense heraus sehr viel Druck aufsetzen und sie zu Fehlern zwingen. Sehr schnell konnten wir einige Breaks vorlegen, dass wir mit 8-3 in die Pause gehen konnten. Unser Ziel konnten wir mit der Erhaltung der Intensität erhalten. Dies war durchaus unserem grossen Roaster zu verdanken, da wir bei jedem Punkt immer sieben neue Paar Beine aufs Spielfeld schicken konnten. Unsere Dominanz konnten wir bis zum Schluss aufrechterhalten und siegten mit 15-7.

Im Finale erwarteten uns wie schon die letzten Jahren die Basler Freespeed. Die Luft war sehr heiss trotz starkem einseitigen Wind und der Boden war sehr hart. Wir erwarteten ein enges und laufintensives Spiel. Zudem wurde das Finale live kommentiert und gestreamt. Zu Beginn des Spiels erlaubten sich beide Offenses keine Fehler, liessen die Defense der gegnerischen Mannschaft alt aussehen und schrieben die Punkte souverän. Das erste Break realisierten die Basler. Kurz darauf gelang jedoch das Rebreak. In der zweiten Halbzeit konnten beide Teams mehrere Turns aufzwingen und die Offense auf dem Feld halten. Diese Turns konnte jedoch keines der beiden Teams nutzen. Auf unserer Seite lag es am letzten Pass vor der Endzone, den wir noch so oft verworfen. So kam es beim Punktestand von 12-12 zum Universe. Dieser Universe war für die Zuschauer von Attraktivität kaum zu überbieten. Nach mehreren Turns auf beiden Seiten und einem strittigen Call in der baslerischen Endzone punkteten die Basler zum Schweizermeistertitel 2018.

Mit dieser ungenügenden Leistung konnten wir ein Ziel der Saison 2018 nicht erreichen. Trotzdem heisst es Kopf hoch, denn der Saisonhöhepunkt mit der WUCC in Cincinnati (USA) steht vor der Tür. Dort gilt es zu beweisen, dass wir eines der besten Teams der Welt sind.

Päscu Kälin

[2017-10-08] FAB Men holt Bronze an der EUCF

Die Flying Angels Bern starteten die EUCF am Freitag als Kopf der Gruppe F mit den Gegnern MUC (München), Catchup (Graz) und Chevron Action Flash (Manchester). Der Beginn verlief holprig und die eigenen Ansprüche an das Spiel blieben trotz Siegen gegen München und Graz vorerst unerfüllt. Gegen die Engländer langte die schwache Tagesform dann nicht aus und die Angels beendeten den Tag als Gruppenzweiter, was jedoch für die Achtelfinalqualifikation ausreichte. Interessanterweise erwies es sich sogar von Vorteil, die Gruppe nicht gewonnen zu haben, da die möglichen Playoffs auf den ersten Blick etwas leichter erschienen.

Samstag – Playoffs: jedes Spiel ist ein Knockout Game

Achtelfinale: FAB – PirU (Finnland) 15:10
Trotz Lehrgeld vom Vortag und ausreichend Respekt vor einem unbekannten Gegner misslang der Start und die Angels gerieten mit zwei Breaks ins 0:2 Hintertreffen. Das erforderliche Timeout liess das Team wie ausgewechselt erscheinen und die Berner erspielten sich anschliessend einen souveränen Sieg und den Einzug in die Top 8.

Viertelfinale: FAB – Tchac (Frankreich) 15:14
Livestream: Mit Tchac wartete nicht nur der EUCR Sieger und Mitfavorit auf die Berner Mannschaft, sondern auch die Revanche aus dem Vorjahr, als die Angels im Viertelfinale unterlagen und aus dem Turnier ausschieden. Entsprechend heissblütig trat das Team auf und liess das Spiel zu einem der qualitativ besten Spiele des Turniers werden. Der Spielvorteil ging hin und her: Zunächst verlor die Berner Offense direkt mit dem ersten Pass die Scheibe und kassierte einen 0:1 Break, konterte jedoch sofort mit defensiver Power, sodass der Vorteil länger klar auf Schweizer Seite lag. Die Franzosen kämpften unerbittlich und schliesslich ging es in den nervenaufreibenden Universe Point. 14:14 und der letzte Punkt sollte über alles entscheiden. Die Angels spielen trotz enormem Druck der Franzosen abgebrüht und sicher und ziehen zum ersten Mal seit 2013 wieder in das europäische Halbfinale ein.

Halbfinale: FAB – Bad Skid (Deutschland) 14:15
Das Spiel gegen den deutschen Meister war hart umkämpft und die Berner erarbeiteten sich mit solider Offensive und knallharter Defensive schon früh einen guten Vorsprung. Nach der Halbzeit warfen die Deutschen alles in die Waagschale und zwangen den Schweizer Meister vermehrt zu Fehlern, die sie sehr effizient zu nutzen wussten. Der 9:6 Zwischenstand kippte und die Angels standen beim Stand von 12:14 mit dem Rücken zur Wand. Ein Offense-Punkt führte zum 13:14 und ein Break im Anschluss erneut zum Universe Point Finish eines packenden Halbfinal-Thrillers. Bad Skid erhielt Offense und konnte nicht bezwungen werden. Den Bernern blieb eine sehr gute Leistung und ein Spiel um Bronze.

Sonntag – Das letzte Spiel der Saison und die Medaille

Spiel um Platz 3: FAB – CUSB La Fotta (Italien) 15:11
Das Spiel um die Bronze-Medaille wurde beidseitig sehr hart aber fair und technisch wie taktisch auf sehr hohem Niveau geführt. Beide Teams kämpften weiter kompromisslos um jede Scheibe und jeden Punkt – schliesslich war dies das Finale einer für beide Teams starken und erfolgreichen Saison und der Preis das Edelmedall. FAB ging wieder früh in Führung und liess diesmal kein Comeback des Gegners zu. Zwei Breaks zum Ende eines intensiven Spiels bedeuteten den Sieg und die Rückkehr auf das europäische Treppchen.

(Tore Harms)

[2017-08-30] FAB Men an der EUCR-S

European Ultimate Championship Regionals South (EUCR-S) in Bern

Die Flying Angels Bern erkämpfen sich bei den regionals vor heimischer Kulisse einen Startplatz für die Club-Europameisterschaft Ende September in Caorle bei Venedig!

Die Ausgangslage: Als Schweizer Meister und Vorjahressieger der Regionalausscheidung waren die Erwartungen an das Team entsprechend hoch. Zudem wollten die Flying Angels als Gastgeber des Turniers natürlich auch ihren zahlreichen Zuschauern und Unterstützern eine tolle Show bieten. Die Region Südeuropa gilt als die stärkste Region und bietet mit den besten Teams vor allem aus der Schweiz, Frankreich und Italien hochklassiges Ultimate. Die sechs besten Mannschaften qualifizieren sich zum grossen Saisonfinale, der Club-Europameisterschaft (EUCF).

Die Spiele der Flying Angels Bern im Überblick:

Gruppenspiel FAB Cotarica Grandes (Italien) 12:8
Achtelfinale FAB Barbastreji (Italien) 14:8
Viertelfinale FAB Panthers Bern 15:5
Halbfinale FAB Tchac (Frankreich) 10:13
Spiel um Platz 3 FAB Crazy Dogs Stans 13:15

Die Angels starteten das Turnier mit Siegen gegen die italienischen Mannschaften Cotarica Grandes (Rimini) und Barbastreji (Padua). Beide Teams hielten mit viel Herz und Leidenschaft dagegen, konnten dem hohen Druck der Berner Defense aber nicht bis zum Ende standhalten und mussten sich dem Gastgeber geschlagen geben.
Anschliessend stand mit dem Viertelfinale das entscheidende Spiel des Wochenendes an. Der Gewinner sollte nicht nur im Halbfinale stehen, sondern bereits direkt für die EUCF qualifiziert sein. Dementsprechend fokussiert betraten die Angels das Feld gegen die Panthers und spielten mit hoher Intensität, die dem Gegner kaum Luft zum Atmen gab. Die Angels-Verteidigung eroberte kontinuierlich eine Scheibe nach der anderen und verzeichnete Punkt um Punkt. Beim Halbzeitstand von 8:2 war das Spiel praktisch entschieden. Die zweite Hälfte verlief ähnlich dominant und der Endstand von 15:5 machte deutlich, dass die Angels im game-to-go nichts anbrennen lassen wollten.
Der Halbfinal-Gegner am Sonntag hiess Tchac. Der französische Meister verteidigte sehr eng und spielte aggressiv nach vorne. Die Intensität dieses Spiels war extrem hoch. Anders als Tchac konnten die verletzungsbedingt leicht dezimierten Angels ihre Chancen nicht optimal nutzen und gerieten somit in einen Rückstand, den sie nicht mehr aufzuholen vermochten. Tchac zog verdient ins Finale ein, wo sie sich anschliessend gegen CUSB durchsetzen sollten.
Im Spiel um den dritten Platz traf FAB auf die Crazy Dogs aus Stans. Die Angels gerieten früh in Rückstand und nie richtig ins Spiel. Das Spiel war gekennzeichnet durch viele Fehler - zu viele, wie sich am Ende herausstellte. Ein spätes Aufbäumen des Schweizer Champions genügte nicht. Die Dogs behielten ihre komfortable Führung und gewannen verdient mit 15:13.

Die finale Rangierung zeigt die sechs für die EUCF qualifizierten Teams - immerhin drei davon aus der Schweiz!

  1. Tchac (Frankreich)
  2. CUSB (Italien)
  3. Crazy Dogs (Schweiz)
  4. Flying Angels Bern (Schweiz)
  5. Freespeed Basel (Schweiz)
  6. Cotarica Grandes (Italien)

(Tore Harms, Pascal Kälin)

[2017-08-10] FAB Men holt sich den 17. SM-Titel

Die Herren der Flying Angels Bern starteten als Titelverteidiger mit hohen Erwartungen in die finale Runde der Schweizer Meisterschaft. Aufgrund der guten Leistungen der ersten Runde (3 Spiele - 3 Siege) und der daraus resultierenden Setzlisten-Nummer 1 war die Voraussetzungen für einen Erfolg entsprechend gut.

Viertelfinale
FAB - Geneva Flying Disk Wizards 15:5
FAB startet stark in die erste Halbzeit und nutzt Unsicherheiten der Wizards sofort aus, um mit der Defense-Line einen Vorsprung zu erarbeiten. Die Offense-Line kam solide und unspektakulär zu ihren Punkten. Zwar zeigten sich die Wizards motiviert und kämpferisch, konnten den Berner Sieg jedoch nicht gefährden.

Halbfinale
FAB – Panthers Bern 15:12
Im Halbfinale das Berner Derby. Das Spiel startet mit starker Offense auf beiden Seiten. Das erste Break sollte dann den Panthers gehören, die eine Unachtsamkeit der FAB Offense-Line sofort bestraften. Die Angels antworteten unverzüglich und stellten durch ein Break ihrerseits den Ausgleich wieder her. Das Spiel war lange sehr umkämpft und zeichnete sich auch weiterhin durch gute Offensivarbeit und angriffslustige Spielzüge aus. Steter Punktwechsel führte zu einem 8:7 Halbzeitstand für die Angels. Die Qualität des Spiels blieb auch zur zweiten Halbzeit hoch und bewahrte beiden Mannschaften die Chance auf einen Sieg. Wie schon oft konnte FAB gegen Ende des Spiels die Intensität halten, die Panthers zu Turns zwingen und die wichtigen Breaks schreiben. Mit dem Endstand 15:12 war der Finaleinzug perfekt.

Finale
FAB – Freespeed Basel 15:10
Der Schweizer Final-Klassiker FAB gegen Freespeed versprach hochklassiges Ultimate. FAB startet mit Offense. Beide Defense Lines machten von Anfang an viel Druck auf den Gegner, so dass sich vor allem auf Seite der Angels Breakchancen ergaben, welche zunächst nicht genutzt werden konnten. Bis zum Stand von 5:4 wurden Punkte getraded und das Spiel blieb spannend. Dann schlug die grosse Stunde der Berner Verteidigung. Energisch erzwungen die Angels Turn um Turn und konnten gleich drei Breaks am Stück verbuchen und mit 8:4 die Halbzeit sichern. Auch in der zweiten Hälfte zeigte der amtierende Meister, dass er den Titel unbedingt in Bern behalten wollte. Ein weiteres Break zum 9:4 liess das Spiel endgültig zu Gunsten von FAB kippen. Freespeed‘s Versuche, das Spiel zu drehen scheiterten trotz guter Defensiv-Arbeit und viel Druck an einer phänomenalen Leistung der FAB O-Line, die ein (fast) perfektes Spiel ablieferte und sich kein einziges Mal schlagen liess. Das Spiel endete mit einem verdienten 15:10 und natürlich dem Meistertitel!
Als Schweizer Meister 2017 qualifiziert sich FAB ausserdem für die Club-Weltmeisterschaft 2018 in Cincinnati, USA!

(Tore Harms)

[2017-06-11] FAB I an den DIsc Days Cologne

Als letztes Vorbereitungsturnier vor der zweiten Runde der Schweizer Meisterschaft standen die Disc Days in Köln auf dem Plan. Gleich im ersten Spiel der Gruppenphase gegen Bad Raps aus Rappenau (D) konnten wir frühe Unachtsamkeiten der Gegner ausnutzen und legten einen Blitzstart hin. Die schnell errungene 4:0 Führung konnten wir mit weiteren Breaks ausbauen und liessen nichts anbrennen. Das zweite Spiel gegen die Funatoren aus Hannover (D) nahm ein ähnlicher Verlauf. Unsere Defense konnte viel Druck aufbauen und sie des Öfteren zu Scheibenverlusten zwingen. Mit der anschliessenden soliden Offense konnten die Turnovers auch verwertet werden. Auch dieses Spiel ging klar zu unseren Gunsten aus. Das letzte Gruppenspiel fand in der Mittagssonne auf einem Kunstrasenfeld gegen Fischbees aus Hamburg (D) statt. Die souverän aufspielenden Hamburger nutzten unsere Unkonzentriertheit in den ersten fünfzehn Minuten gnadenlos aus, machten es der Offense sehr schwer, Punkte zu schreiben und konnten die hin und wieder auftretenden Scheibenverluste verwerten. Mit zeitweise zwei Breaks Rückstand lagen wir hinten, doch gelang es uns, diese wieder zurückzuholen. Mit dem letzten Punkt konnten wir mit viel Willen unseren Kopf letztlich aus der Schlinge ziehen und noch ein 9:9 Unentschieden herausholen. Mit diesem letzten Punkt sicherten wir uns den ersten Platz der Gruppe.

Als letztes Samstagsspiel durften wir die Viertelfinalpartie gegen den Gastgeber Frühsport 0.2 aus Köln (D) spielen. Wie bereits in den ersten beiden Gruppenspielen konnten wir schnell einen soliden Vorsprung erspielen. Trotz kleinen Unsicherheiten konnten wir unser Spiel durchziehen und siegten klar 15:4.

Der Halbfinalgegner am Sonntagmorgen waren die Mooncatchers aus Belgien, die mit einem Pick-Up Team vor Ort waren. Der Start war alles andere als gelungen. Die Belgier spielten eine starke Poach-Defense, die unsere Offense nur mit grosser Mühe zu durchbrechen vermochte. Dank der starken Leistung gelang es den Mooncatchers in der Mitte der ersten Halbzeit mit einem Break in Führung zu gehen. Mit zunehmendem Spielverlauf gelang es uns jedoch, ein Gegenmittel gegen die Poach-Defense zu finden und wir konnten unsere Offenses mit weniger Mühe durchbringen. Auch in der Defense konnten wir mehr Druck aufsetzen und das Break bis zur Halbzeit zurückholen. Die zweite Halbzeit gehörte dann nur uns – wir holten nahezu jede Defense und konnten im Anschluss diese auch verwerten. Endstand 15:8.

Um den Turniersieg spielten wir gegen die Heidees aus Heidelberg (D). Wie schon fast typisch für dieses Turnier erwischten wir einen Traumstart und gingen mit 5:0 in Führung. Das liessen sich die Heidelberger nicht auf sich sitzen und steigerten ihre Leistung. Nachlässigkeiten unsererseits nutzten sie gnadenlos aus und sie kämpften sich auf 5:3 zurück. Nachdem wir uns wieder gefangen hatten, konnten wir mit schnellen Give and Go’s konnte die gegnerische Defense gut umspielen. Bis zur Halbzeit konnten wir jedoch keine weiteren Breaks schreiben. Die zweite Halbzeit war ebenso umkämpft wie zuvor. Jedoch konnten wir ein paar Breaks verbuchen und so einen fünf Punkte Vorsprung herausspielen. Mit diesem soliden Polster glückte die Titelverteidigung in Köln mit dem Endstand von 15:10.