[2018-08-19] FAB Men an der WUCC 2018

Auf den grossen Höhepunkt der Saison hatten alle zwei Jahre darauf hingefiebert – und nun war es endlich soweit: die Clubweltmeisterschaft (WUCC) in Cincinnati. Die meisten nutzten diesen Trip in die USA, um noch mehr als nur Frisbeeerinnerungen nach Hause zu nehmen. Der Gigantismus der amerikanischen Stätte und die Lebensweise brachte viele für das erste Mal ins Staunen. Der erste Fixpunkt für uns als Team war in Ohio, wo wir gegen das heimische Team Chicago Machine ein Testspiel bestritten. Der Verlust des Spiels war für alle nur Nebensache – denn es war ein riesen Erlebnis und für viele eine Premiere, gegen ein Team aus den USA spielen zu dürfen.
Weiter ging die Reise nach Cincinnati und es war genug Zeit, um den Lifestyle von Amerika auszukosten. Riesen Outlet-Dörfer, Walmarts, und Sportgeschäfte mit für Schweizer überdimensionaler Grösse luden zum Shopping ein. Ein Muss für alle war jedoch die Wasserflasche als treuer Begleiter. Bei diesen hohen Temperaturen war das Trinken von mehreren Litern von grosser Wichtigkeit.

Am Samstag 14.07. war es endlich soweit: die WUCC wurde eröffnet. Die Eröffnungszeremonie war – wie einige sagten – amüsanter als die meisten. Eine Lifeband sorge für das Musikalische, eine Gymnasikgruppe wirbelte dazu mit Salti und Flickflacks durch die Lüfte. Im Anschluss kamen Flaggenträger mit allen Nationalflaggen ins Stadion. Abgerundet wurde dies mit der amerikanischen Nationalhymne, zu welcher Fallschirmspringer mit einer immens grossen USA-Flagge landeten. Nach dieser Zeremonie bereiteten wir uns für das am darauf folgenden Tag startende Turnier.
Glücklicherweise erwischten wir einen Pool, in dem kein anderes Europäisches Team vorhanden war. So konnten wir gegen vier Teams aus allen Ecken der Welt spielen: Crackerjacks aus Singapur, General Strike aus Kanada, Juggernaut aus Australien und Long Donkeys aus Südafrika. Wichtig hierbei war, dass wir den anderen unser Spiel aufzwingen wollten, denn wir kannten diese Gegner kaum. Wir wussten, dass in dieser Gruppe jeder jeden schlagen kann. Deshalb war ein guter Start ins Turnier sehr wichtig.

Wie geplant starteten wir gegen die Crackerjacks vollgas ins Turnier. Wie für asiatische Teams bekannt spielten auch sie sehr schnell und viele kurze Pässe. Doch es gelang uns gerade zu Beginn ein Break zu schreiben. Es gab fast keine Turns, und wenn, dann konnte sie die Offense wiederholen und punkten. Dieses sehr wichtige frühe Break war es dann auch, das uns mit einem Punktestand von 15-13 als Sieger vom Platz gehen liess. Das zweite Spiel gegen General Strike war eine Revenge für viele von der letzten WUCC 2014 in Lecco. Umso mehr wollten wir dieses Spiel gewinnen. Doch starteten wir sehr schlecht – viele von ihren nicht gefangenen langen Pässen konnten wir nicht in die Endzone tragen. Bis zur Pause waren wir bloss ein Break hinten. Nach der Halbzeit spielten die Kanadier sicherer und verwerteten ihre generierten Turns. Da war nichts mehr zu machen und verloren 15-10. Diese Niederlage mussten wir bis zum kommenden Morgen wegstecken.

Am Montag spielten wir unseren dritten Gegner - Juggernaut aus Australien. Bei diesem livestream-Spiel wollten wir unseren Zuschauern auf der anderen Seite der Welt zeigen, was wir können. Leider verpassten wir den Start komplett und mussten erstmals drei Breaks hinnehmen. Nach einer grossen Aufholjagd kamen wir bis zur Halbzeit auf ein Break wieder heran. Hierbei konnten wir die Intensität nicht aufrechterhalten, sodass wir einige Scheiben verworfen, welche die Australier direkt verwerteten. Endstand 15-11. Das letzte Poolspiel war gegen Long Donkeys aus Südafrika. Diese versuchten unsere Offense mit einer komischen Zone zu verteidigen. Diese fand die nötige Geduld, um die Scheibe sicher nach Hause zu tragen. Die Defense machte einen soliden Job und holte Scheibe um Scheibe. Endstand 15-10. Mit diesem zweiten Sieg landeten wir wegen dem Dreiervergleich auf dem 4. Zwischenplatz im Pool und qualifizierten uns für die Crossovers. Die Chance bestand damit noch die Prequarters zu erreichen.

Im ersten Crossover hiess der Gegner Otso aus Finnland. In der ersten Halbzeit spielten beide Offenses in ihrer gewohnten Stärke und liessen keine Breaks zu. Mit dem ersten Break zugunsten von uns konnten wir in die Pause mit einem Vorsprung gehen. Dieses eine Break verwalteten wir bis am Ende und gewannen so 14-12. Im zweiten Spiel gegen Relampagos aus der Dominikanischen Republik erwischten wir einen guten Start. Wir profitierten vom aufkommenden Wind und konnten die ihrerseits verworfenen Langen in die Endzone spielen. Diesen Vorsprung konnten wir im Verlaufe des Spiels weiter ausbauen und siegten mit 15-9 klar. Aufgrund dieser beiden Siegen konnten wir am kommenden Mittwoch um den Einzug in die Prequarters und um die Top 16 spielen.

Gegen Euphoria aus Kolumbien bestritten wir unser eigenes kleines Finale dieser WM. Leider starteten wir schlecht und kassierten in den Startminuten ein Break. Nur mit Mühe konnte die Offense punkten und es geschahen einige untypische individuelle Fehler, die die Kolumbianer nutzten, um weiter in Führung zu gehen. Nach einer grossen Aufholjagd kamen wir mit 11-10 erneut an sie heran, vermochten jedoch nicht in der gleichen Intensität weiterzuspielen. Endstand 15:12 für Kolumbien. Enttäuscht über diese Niederlage hiess es nun: Kopf hoch und das Beste aus der Situation machen.

Wir landeten im Pool um Platz 17-24. Die langanhaltende starke Sonne liess die noch zu Beginn grünen Rasenflächen zu steinharten Ackern werden. Dementsprechend spürten alle in den Beinen ein Ziehen da und ein Zupfen dort. Doch den anderen Teams ging es genau gleich.
Das erste Spiel am Donnerstag war gegen Forward aus Wien. Wie auch schon gegen Otso zeigten wir eine besondere Stärke gleich vor der Pause, in welcher wir unser erstes Break realisierten. Das Spiel zeichnete einen herausragenden Spirit aus – das Vertrauen in die Meinung der Gegenseite war auch knappe Calls da. Wie sich zeigte konnten wir auch hier dieses eine Break verwalten und führte zu unserem 14-12 Sieg gegen die Österreicher. Wie schon im Crossover spielten wir erneut gegen Relampagos. Ein ähnlicher Spielverlauf zeichnete sich ab wie im ersten Spiel gegen die Dominikaner. In der ersten Hälfte der ersten Halbzeit gelang es uns unsere gewohnte Stärke zu spielen. Die Defense holte viele Scheiben und konnte sie zugleich verwerten. Auch hier liessen wir ihnen keine Chance und gewannen wiederum mit 15-9. Damit sollten wir am Freitag gegen die Dänen Ragnarok um Platz 17 Spielen. Das letzte Spiel wurde uns jedoch aufgrund von Gewittern verwehrt. Somit teilten wir den guten Platz 17 mit den Dänen.

Ob in der Indoorhalle oder auf dem Livestream im Teamhotel mit Bier in der Hand – die Halbfinals und Finals liess sich keiner entgehen. Das beste Ultimate auf Erden live zu sehen – eine wahre Wohltat.
Somit ging nahm eine ereignisreiche Woche sein Ende. Ob hängengebliebene Erinnerungen auf dem Spielfeld, im Walmart auf Entdeckungsreisen mit den Elektroscootern, der amerikanische Lifestyle, , Shoppingtour in den Outlet Malls, die Highlightrunden an den täglichen Teammeetings – jeder konnte eine riesen Menge an Erfahrungen in den Rucksack für die Zukunft packen!

Päscu

[2018-06-05] SM Bericht von FAB Men

Als amtierender Schweizermeister war das Ziel für die diesjährige Meisterschaft gesetzt: den Titel verteidigen. In der ersten Runde hatten wir mit drei Siegen souverän die bestmögliche Ausgangslage für die zweite Runde geschaffen.

Im Viertelfinal erwarteten uns Free2speed. Die Temperatur überstieg die dreissig Grad Marke - der Rasen sehr hart. Trotz diesen Bedingungen setzten wir für dieses Spiel das Ziel, dass wir bis zum Ende nicht an Intensität nachlassen. Und dies erreichten wir und wurden unserer Favoritenrolle gerecht. Ihre Offense kam mit der Intensität unserer Defense gar nicht klar. Nach einem klaren 15-1 Sieg konnten wir unsere Beine für unsere weiteren Spiele sparen.

Das Halbfinale gegen die Panthers war unser Samstagabendspiel. Auch hier war wieder der volle Einsatz zu Beginn von grosser Wichtigkeit, damit wir nicht wie in der ersten Runde mehr als eine Halbzeit zurückliegen. Wir erwarteten die Panthers als Team, das auf dieser starken Leistung aufbauen wollte. Der Start ins Spiel glückte uns sehr wohl – wir konnten aus der Defense heraus sehr viel Druck aufsetzen und sie zu Fehlern zwingen. Sehr schnell konnten wir einige Breaks vorlegen, dass wir mit 8-3 in die Pause gehen konnten. Unser Ziel konnten wir mit der Erhaltung der Intensität erhalten. Dies war durchaus unserem grossen Roaster zu verdanken, da wir bei jedem Punkt immer sieben neue Paar Beine aufs Spielfeld schicken konnten. Unsere Dominanz konnten wir bis zum Schluss aufrechterhalten und siegten mit 15-7.

Im Finale erwarteten uns wie schon die letzten Jahren die Basler Freespeed. Die Luft war sehr heiss trotz starkem einseitigen Wind und der Boden war sehr hart. Wir erwarteten ein enges und laufintensives Spiel. Zudem wurde das Finale live kommentiert und gestreamt. Zu Beginn des Spiels erlaubten sich beide Offenses keine Fehler, liessen die Defense der gegnerischen Mannschaft alt aussehen und schrieben die Punkte souverän. Das erste Break realisierten die Basler. Kurz darauf gelang jedoch das Rebreak. In der zweiten Halbzeit konnten beide Teams mehrere Turns aufzwingen und die Offense auf dem Feld halten. Diese Turns konnte jedoch keines der beiden Teams nutzen. Auf unserer Seite lag es am letzten Pass vor der Endzone, den wir noch so oft verworfen. So kam es beim Punktestand von 12-12 zum Universe. Dieser Universe war für die Zuschauer von Attraktivität kaum zu überbieten. Nach mehreren Turns auf beiden Seiten und einem strittigen Call in der baslerischen Endzone punkteten die Basler zum Schweizermeistertitel 2018.

Mit dieser ungenügenden Leistung konnten wir ein Ziel der Saison 2018 nicht erreichen. Trotzdem heisst es Kopf hoch, denn der Saisonhöhepunkt mit der WUCC in Cincinnati (USA) steht vor der Tür. Dort gilt es zu beweisen, dass wir eines der besten Teams der Welt sind.

Päscu Kälin

[2017-10-08] FAB Men holt Bronze an der EUCF

Die Flying Angels Bern starteten die EUCF am Freitag als Kopf der Gruppe F mit den Gegnern MUC (München), Catchup (Graz) und Chevron Action Flash (Manchester). Der Beginn verlief holprig und die eigenen Ansprüche an das Spiel blieben trotz Siegen gegen München und Graz vorerst unerfüllt. Gegen die Engländer langte die schwache Tagesform dann nicht aus und die Angels beendeten den Tag als Gruppenzweiter, was jedoch für die Achtelfinalqualifikation ausreichte. Interessanterweise erwies es sich sogar von Vorteil, die Gruppe nicht gewonnen zu haben, da die möglichen Playoffs auf den ersten Blick etwas leichter erschienen.

Samstag – Playoffs: jedes Spiel ist ein Knockout Game

Achtelfinale: FAB – PirU (Finnland) 15:10
Trotz Lehrgeld vom Vortag und ausreichend Respekt vor einem unbekannten Gegner misslang der Start und die Angels gerieten mit zwei Breaks ins 0:2 Hintertreffen. Das erforderliche Timeout liess das Team wie ausgewechselt erscheinen und die Berner erspielten sich anschliessend einen souveränen Sieg und den Einzug in die Top 8.

Viertelfinale: FAB – Tchac (Frankreich) 15:14
Livestream: Mit Tchac wartete nicht nur der EUCR Sieger und Mitfavorit auf die Berner Mannschaft, sondern auch die Revanche aus dem Vorjahr, als die Angels im Viertelfinale unterlagen und aus dem Turnier ausschieden. Entsprechend heissblütig trat das Team auf und liess das Spiel zu einem der qualitativ besten Spiele des Turniers werden. Der Spielvorteil ging hin und her: Zunächst verlor die Berner Offense direkt mit dem ersten Pass die Scheibe und kassierte einen 0:1 Break, konterte jedoch sofort mit defensiver Power, sodass der Vorteil länger klar auf Schweizer Seite lag. Die Franzosen kämpften unerbittlich und schliesslich ging es in den nervenaufreibenden Universe Point. 14:14 und der letzte Punkt sollte über alles entscheiden. Die Angels spielen trotz enormem Druck der Franzosen abgebrüht und sicher und ziehen zum ersten Mal seit 2013 wieder in das europäische Halbfinale ein.

Halbfinale: FAB – Bad Skid (Deutschland) 14:15
Das Spiel gegen den deutschen Meister war hart umkämpft und die Berner erarbeiteten sich mit solider Offensive und knallharter Defensive schon früh einen guten Vorsprung. Nach der Halbzeit warfen die Deutschen alles in die Waagschale und zwangen den Schweizer Meister vermehrt zu Fehlern, die sie sehr effizient zu nutzen wussten. Der 9:6 Zwischenstand kippte und die Angels standen beim Stand von 12:14 mit dem Rücken zur Wand. Ein Offense-Punkt führte zum 13:14 und ein Break im Anschluss erneut zum Universe Point Finish eines packenden Halbfinal-Thrillers. Bad Skid erhielt Offense und konnte nicht bezwungen werden. Den Bernern blieb eine sehr gute Leistung und ein Spiel um Bronze.

Sonntag – Das letzte Spiel der Saison und die Medaille

Spiel um Platz 3: FAB – CUSB La Fotta (Italien) 15:11
Das Spiel um die Bronze-Medaille wurde beidseitig sehr hart aber fair und technisch wie taktisch auf sehr hohem Niveau geführt. Beide Teams kämpften weiter kompromisslos um jede Scheibe und jeden Punkt – schliesslich war dies das Finale einer für beide Teams starken und erfolgreichen Saison und der Preis das Edelmedall. FAB ging wieder früh in Führung und liess diesmal kein Comeback des Gegners zu. Zwei Breaks zum Ende eines intensiven Spiels bedeuteten den Sieg und die Rückkehr auf das europäische Treppchen.

(Tore Harms)

[2017-08-30] FAB Men an der EUCR-S

European Ultimate Championship Regionals South (EUCR-S) in Bern

Die Flying Angels Bern erkämpfen sich bei den regionals vor heimischer Kulisse einen Startplatz für die Club-Europameisterschaft Ende September in Caorle bei Venedig!

Die Ausgangslage: Als Schweizer Meister und Vorjahressieger der Regionalausscheidung waren die Erwartungen an das Team entsprechend hoch. Zudem wollten die Flying Angels als Gastgeber des Turniers natürlich auch ihren zahlreichen Zuschauern und Unterstützern eine tolle Show bieten. Die Region Südeuropa gilt als die stärkste Region und bietet mit den besten Teams vor allem aus der Schweiz, Frankreich und Italien hochklassiges Ultimate. Die sechs besten Mannschaften qualifizieren sich zum grossen Saisonfinale, der Club-Europameisterschaft (EUCF).

Die Spiele der Flying Angels Bern im Überblick:

Gruppenspiel FAB Cotarica Grandes (Italien) 12:8
Achtelfinale FAB Barbastreji (Italien) 14:8
Viertelfinale FAB Panthers Bern 15:5
Halbfinale FAB Tchac (Frankreich) 10:13
Spiel um Platz 3 FAB Crazy Dogs Stans 13:15

Die Angels starteten das Turnier mit Siegen gegen die italienischen Mannschaften Cotarica Grandes (Rimini) und Barbastreji (Padua). Beide Teams hielten mit viel Herz und Leidenschaft dagegen, konnten dem hohen Druck der Berner Defense aber nicht bis zum Ende standhalten und mussten sich dem Gastgeber geschlagen geben.
Anschliessend stand mit dem Viertelfinale das entscheidende Spiel des Wochenendes an. Der Gewinner sollte nicht nur im Halbfinale stehen, sondern bereits direkt für die EUCF qualifiziert sein. Dementsprechend fokussiert betraten die Angels das Feld gegen die Panthers und spielten mit hoher Intensität, die dem Gegner kaum Luft zum Atmen gab. Die Angels-Verteidigung eroberte kontinuierlich eine Scheibe nach der anderen und verzeichnete Punkt um Punkt. Beim Halbzeitstand von 8:2 war das Spiel praktisch entschieden. Die zweite Hälfte verlief ähnlich dominant und der Endstand von 15:5 machte deutlich, dass die Angels im game-to-go nichts anbrennen lassen wollten.
Der Halbfinal-Gegner am Sonntag hiess Tchac. Der französische Meister verteidigte sehr eng und spielte aggressiv nach vorne. Die Intensität dieses Spiels war extrem hoch. Anders als Tchac konnten die verletzungsbedingt leicht dezimierten Angels ihre Chancen nicht optimal nutzen und gerieten somit in einen Rückstand, den sie nicht mehr aufzuholen vermochten. Tchac zog verdient ins Finale ein, wo sie sich anschliessend gegen CUSB durchsetzen sollten.
Im Spiel um den dritten Platz traf FAB auf die Crazy Dogs aus Stans. Die Angels gerieten früh in Rückstand und nie richtig ins Spiel. Das Spiel war gekennzeichnet durch viele Fehler - zu viele, wie sich am Ende herausstellte. Ein spätes Aufbäumen des Schweizer Champions genügte nicht. Die Dogs behielten ihre komfortable Führung und gewannen verdient mit 15:13.

Die finale Rangierung zeigt die sechs für die EUCF qualifizierten Teams - immerhin drei davon aus der Schweiz!

  1. Tchac (Frankreich)
  2. CUSB (Italien)
  3. Crazy Dogs (Schweiz)
  4. Flying Angels Bern (Schweiz)
  5. Freespeed Basel (Schweiz)
  6. Cotarica Grandes (Italien)

(Tore Harms, Pascal Kälin)

[2017-08-10] FAB Men holt sich den 17. SM-Titel

Die Herren der Flying Angels Bern starteten als Titelverteidiger mit hohen Erwartungen in die finale Runde der Schweizer Meisterschaft. Aufgrund der guten Leistungen der ersten Runde (3 Spiele - 3 Siege) und der daraus resultierenden Setzlisten-Nummer 1 war die Voraussetzungen für einen Erfolg entsprechend gut.

Viertelfinale
FAB - Geneva Flying Disk Wizards 15:5
FAB startet stark in die erste Halbzeit und nutzt Unsicherheiten der Wizards sofort aus, um mit der Defense-Line einen Vorsprung zu erarbeiten. Die Offense-Line kam solide und unspektakulär zu ihren Punkten. Zwar zeigten sich die Wizards motiviert und kämpferisch, konnten den Berner Sieg jedoch nicht gefährden.

Halbfinale
FAB – Panthers Bern 15:12
Im Halbfinale das Berner Derby. Das Spiel startet mit starker Offense auf beiden Seiten. Das erste Break sollte dann den Panthers gehören, die eine Unachtsamkeit der FAB Offense-Line sofort bestraften. Die Angels antworteten unverzüglich und stellten durch ein Break ihrerseits den Ausgleich wieder her. Das Spiel war lange sehr umkämpft und zeichnete sich auch weiterhin durch gute Offensivarbeit und angriffslustige Spielzüge aus. Steter Punktwechsel führte zu einem 8:7 Halbzeitstand für die Angels. Die Qualität des Spiels blieb auch zur zweiten Halbzeit hoch und bewahrte beiden Mannschaften die Chance auf einen Sieg. Wie schon oft konnte FAB gegen Ende des Spiels die Intensität halten, die Panthers zu Turns zwingen und die wichtigen Breaks schreiben. Mit dem Endstand 15:12 war der Finaleinzug perfekt.

Finale
FAB – Freespeed Basel 15:10
Der Schweizer Final-Klassiker FAB gegen Freespeed versprach hochklassiges Ultimate. FAB startet mit Offense. Beide Defense Lines machten von Anfang an viel Druck auf den Gegner, so dass sich vor allem auf Seite der Angels Breakchancen ergaben, welche zunächst nicht genutzt werden konnten. Bis zum Stand von 5:4 wurden Punkte getraded und das Spiel blieb spannend. Dann schlug die grosse Stunde der Berner Verteidigung. Energisch erzwungen die Angels Turn um Turn und konnten gleich drei Breaks am Stück verbuchen und mit 8:4 die Halbzeit sichern. Auch in der zweiten Hälfte zeigte der amtierende Meister, dass er den Titel unbedingt in Bern behalten wollte. Ein weiteres Break zum 9:4 liess das Spiel endgültig zu Gunsten von FAB kippen. Freespeed‘s Versuche, das Spiel zu drehen scheiterten trotz guter Defensiv-Arbeit und viel Druck an einer phänomenalen Leistung der FAB O-Line, die ein (fast) perfektes Spiel ablieferte und sich kein einziges Mal schlagen liess. Das Spiel endete mit einem verdienten 15:10 und natürlich dem Meistertitel!
Als Schweizer Meister 2017 qualifiziert sich FAB ausserdem für die Club-Weltmeisterschaft 2018 in Cincinnati, USA!

(Tore Harms)